Linke-Hand-Pizzicato

Pizzicato

Das Linke-Hand-Pizzicato (LHP) ist aus der Literatur nicht wegzudenken, nicht, weil es so häufig eingesetzt würde, sondern eher im Gegenteil: weil es vergleichsweise selten gebraucht wird. Ein wichtiger Aspekt des LHP bekommt jedoch nur wenig Aufmerksamkeit: Die Beachtung dessen, was man alles mit dem LHP verbinden kann, nutzt man es als Übetechnik, z.B. beim Geige oder Bratsche üben. Ein bedeutender Aspekt dabei stellt die Entwicklung wichtiger Grundlagen für die Spieltechnik dar. Dazu zählen beispielsweise:

  • Grundkoordination,
  • Rhythmus und Rhythmusstabilität,
  • Lagenspiel
  • Fingerfall,
  • Geläufigkeit,
  • Tonleitern,
  • Saitenwechsel,
  • Intervalltechnik,
  • Akkordtechnik,
  • Linke-and-Pizzicato als Spieltechnik
Pizzicato
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LHP als Übetechnik zeichnet sich grundsätzlich aus durch ein sanftes, präzises Zupfen mit den Fingern der linken Hand. Grundlage dafür sind Rhythmen (1-, 2-, 3- oder 4-stimmige) und/oder Passagen aus der zu übenden Literatur, mit denen eine Grundkoordination zwischen den Fingern aufgebaut und weiterentwickelt wird. In das koordinierende Üben direkt eingeflochten werden können dabei:

  • der Einsatz des Bogens
  • der Einbezug des ganzen Körpers.

 

LHP mit Griffbrettaufsatz:

Mit dem ResoundingFingerboard ausführen
Übungsheft: systematisiert

Das Linke-Hand-Pizzicato als Übetechnik praktisch zu verknüpfen mit der Instrumentaltechnik der hohen Streicher, stellt ein im Februar 2022 beendetes Projekt dar: Ein Heft mit 40 Übungen für Violine und Viola. Es ist für Unterrichtende und Übende, ist multimedial konzipiert und systematisch aufgebaut. Weiter berücksichtigt wird auch die Verknüpfung zu anderen Spieltechniken wie

  • Saitenwechsel,
  • Tonleitern,
  • Steigern der Geläufigkeit,
  • Intervalle als Doppelgriffe,
  • Akkordtechnik und das
  • Linke-Hand-Pizzicato als Spieltechnik,

ebenfalls im Februar veröffentlicht als online Mini-Abo veröffentlicht.

Warm-Up: zum kennenlernen

Einfach mal in die Thematik hineinschnuppern, kann man mit dem vierstufigen Warm-Up für Geige und Bratsche. Es zeigt zugleich, wie man aus dem umfangreichen Übungsheft, selbst kurze und effektive Aufwärmübungen für jede Gelegenheit zusammenstellen kann. Auch dieses Warm-Up ist für (fast) alle Leistungsstufen: Hinweise, wie man es für den Anfangsunterricht anpassen kann, sind verlinkt.