Vibrato

Vibrato lernen auf der Geige und Bratsche

Wir beschäftigen uns mit der Frage, was man selber alles tun kann, um die Ausübung des "Vibratos" besser weiterzuentwickeln, und auch "besser" unterrichten zu können. Für das Erlernen und stetige Weiterentwickeln des Vibratos auf der Geige und der Bratsche, gibt es nur wenig praktische Literatur und Anregungen. Üblicherweise unterscheidet man bei den hohen Streichern zwischen unterschiedlichen Arten von Vibrato, dem Armvibrato, dem Handgelenkvibrato und dem Fingervibrato. Uns ist kein systematischer Aufbau bekannt, der alle Leistungsstufen berücksichtigt, von der Vorbereitung bis zur Professionalität.

Größte Herausforderungen

Neben der Voraussetzung einer ausreichenden Beweglichkeit in Arm, Handgelenk und Fingern gibt es zwei weitere wichtige Herausforderungen:

Fingerdruck

Die Regulierung und Ausbalancierung des Fingerdrucks sorgt für die Notwendige Beweglichkeit beim Vibrieren. Benötigt wird gleichzeitig eine gute Stabilität und Flexibilität des Fingers auf der Saite. Der Finger muss also gleichzeitig stabil und beweglich auf der Saite stehen, sonst kommt es zu zu großen Intonationsschwankungen. Diese Balance aktiv herstellen und beim Vibrieren stetig verändern zu können, ist eine Voraussetzung, um das Vibrato bewusst einzusetzen.

Unabhängigkeit

Die Geschwindigkeit des Vibrierens, bzw. das Anwenden des Vibratos allgemein, sollten ebenfalls bewusst gesteuert werden können, um genau die Klangfarbe erzielen zu können, die man sich vorstellt. Um diese bewusst vollziehen zu können, benötigt man eine zunehmende Unabhängigkeit zwischen der Bogengeschwindigkeit und der Vibratobewegungen. Besteht die Unabhängigkeit nicht, ruft ein schnellerer Bogenstrich automatisch eine schnellere Vibratobewegung hervor (und umgekehrt).

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