Rhythmus - Der Weg ist das Ziel

Das klingt banal und ist es auch teilweise. Aber: Rhythmusstabilität, Rhythmus im Körper "fühlen" können und auch das Erlernen und Vertiefen von Rhythmus ist eine Fähigkeit, die sicherlich nie abgeschlossen sein wird, so lange wir uns weiter entwickeln wollen. Wir merken doch alle auch an uns selbst, dass es Situationen gibt, in denen wir besser und weniger gut sind. Das hängt nicht nur von unserer Tagesverfassung ab, sondern auch davon, was wir gerade zeitgleich ausführen. Ein Beispiel: Machen wir "Rhythmus-Übungen" für den Rhythmus an sich ist das anders, als wenn wir komplizierte Rhythmen mit generell einfacheren technischen Aspekten (z.B. vier gebundene Noten) oder mit schwereren technischen Aspekten (z.B. verbunden mit großen Lagenwechseln, Sprüngen, Doppelgriffen, Akkorden, Mehrstimmigkeit etc.) verbinden. So lange wir uns also weiter entwickeln wollen, brauchen wir attraktive und sinnvolle Herangehensweisen.

Vermittlung

Eine weitere Motivation für unsere Experimente ist der Bereich des "Vermittelns". Unterrichtsformen haben sich in den letzen Jahren sehr stark verändert: Der Einzelunterricht ist nicht mehr das bevorzugte Mittel der Wahl (obschon für eine fundierte instrumentale Ausbildung immer noch ein Muss!). Vieles hat sich in größere Gruppen verlagert, bis hin zu ganzen Klassenverbänden, wodurch sicherlich sehr viel mehr junge Menschen in den Genuss einer instrumentalen Grundbildung kommen. Doch unserer Beobachtung nach wird für das Thema "Rhythmus" nicht genügend geboten. Rhythmische Präzision muss Spaß machen dürfen, sollte direkt von jedem aus sich geleistet werden könne und ganz wichtig: Jeder sollte das selbst entwickeln können und dabei selbst bemerken, wie die Dinge zusammen hängen. Das Metronom möchten wir nicht missen, aber für diese Zwecke reicht nicht aus.

Was wir gerade tun

Bisher haben wir drei unterschiedliche Ideen verfolgt. Eine davon, das einsetzen einer >>Noppenmassagerolle<<, haben wir zu unserem ersten größeren Projekt in diesem Zusammenhang gemacht: Wir loten aus, wie sich "Rhythmus" mit anderen instrumentaltechnischen Herausforderungen sinnvoll verbinden lässt. Erste Zwischenergebnisse haben wir dazu schon veröffentlicht.