Wie der Körper uns unterstützen kann - und wir ihn

Den Körper beim Üben integrieren

Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie der Körper das Üben effektiv und sinnvoll unterstützen kann, möglichst in der direkten Verknüpfung des Übens. Das ist nicht einfach zu beantworten: Was für den einen sehr gut ist, kann bei jemand anderem überhaupt nicht funktionieren. Grundsätzlich lässt sich sagen: Ein bewegter Körper unterstützt uns!

Mit dem Üben direkt verknüpfen

Uns geht es darum, "Üben" so zu praktizieren, dass während des Übens (also zeitgleich!) oder in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Üben (z.B. direkt davor!) das Potential des Körpers so eingesetzt wird, dass er das Erreichen neuer Fortschritte bestmöglich unterstützen kann.

Unsere Herangehensweise ist die Praxis: Das Ausprobieren, Beobachten, Verändern und Anpassen steht hier ganz im Vordergrund. Im Ansatz unterscheiden wir zwischen drei Kategorien, mit dem Wissen, dass es keine haarscharfen Abgrenzungen geben kann. Sie dienen lediglich einer groben Orientierung und verstehen sich als noch keine abschliessende Benennung oder Aufzählung:

  1. Bewusste Aktivitäten: Welche bewusst ausgeführten Bewegungen unterstützen den Übeprozess?
  2. Evozieren: Die für das Musizieren notwendige "Fitness" zeitgleich verbessern lassen
  3. Tut gut: Unterstützende Dinge, die die in besonderem Maße beim Spielen geforderten Gliedmaße entlasten
Was wir nicht meinen

Um dieses Missverständnis von vornherein auszuschliessen: Es geht uns nicht um die Frage, welche Bewegungen wir beim Spielen eines Werkes auf der Bühne machen, ob wenig, ausschweifend, hochreissend oder eher "ruhig". Uns geht es hier um das tägliche Üben, nicht das Performen.

Es geht uns hier auch nicht um die Wahl der Nahrung, um das was man am besten trinkt, zu welchen Uhrzeiten man am besten was tut, ob man beim Üben besser sitzt oder steht etc. Auch geht es uns nicht um Techniken wie das mentale Üben, Alexandertechnik, Feldenkrais o.ä..