Arten, bewusste Aktivität in das Üben zu integrieren

Bewusste Bewegungs-Aktivitäten in das Üben zu integrieren, kann uns nicht nur helfen, ein besseres Gleichgewicht zu entwickeln: Sie können uns auch dabei helfen, grundlegende musikalische und instrumentaltechnische Herausforderungen effektiver und nachhaltiger bewältigen und lernen zu können. Unter "bewusst" verstehen wir in diesem Zusammenhang, dass wir während des Übens eine Aktivität so ausführen, dass wir jeder Zeit bereit sind, sie zu verändern. Auch verstehen wir darunter, dass das, was wir gerade üben und die Aktivität selbst aufeinander reagieren bzw. miteinander in Einklang gebracht werden müssen (bewusst). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ich eine Sechzehntelpassage übe und dabei mit den Füßen einen eigenen Rhythmus "bewege": Der Rhythmus in den Füßen und die Sechzehntelnoten müssen also exakt zusammen gebracht werden.

Im Laufe der Zeit haben sich hierzu zwei grundlegende "Aktivitäten" als geeignet erwiesen, das Gehen/Laufen und das Rollen der Füße. Beide ermöglichen (insbesondere bei den hohen Streichern) die Möglichkeit der engen Verzahnung der Aktivität mit dem zu Übenden. Weiter weisen beide Vorteile gegenüber dem anderen auf, wie auch Spezifika, auf die man achten sollte. 

Im Laufen Geige und Bratsche üben

Laufen/Gehen

Laufen oder Gehen kann man auf der Stelle oder durch den ganzen Raum. Idealerweise tut man dies barfuß oder auf Strümpfen, da die Art des Laufens, also der Kontakt zum Boden, auch das Spielen beeinflussen kann.

Entspannt üben auf der Geige und Bratsche

Rollen der Füße

Unter die Fußsohle(n) wird (jeweils) eine Noppenmassagerolle gelegt. Durch Vor- und Zurückbewegen der Beine (z.B. in einem bewusst gewählten Metrum, oder einem Rhythmus folgend) rollen die Füße die Rollen über den Boden. Dabei werden ganz nebenbei die Fußsohlen massiert, was zu einer Entspannung beim Üben führt.