Vibrato auf der Geige und Bratsche

Für das Erlernen und stetige Weiterentwickeln des Vibratos auf der Geige und der Bratsche gibt es nur wenig praktische Literatur und Anregungen. Für das Armvibrato an sich so gut wie nichts. Mehr als 25 Jahre Experimentieren beim eigenen Üben und mit Studierenden und Schülern, haben bei Erdmute eine Reihen an Übeideen hervorgebracht, die weit mehr als die richtige "Bewegung" entwickeln. Sie bieten Lösungen für die u.a. drei wahrscheinlich am häufigsten auftretenden Herausforderungen:

  • Wie geht die Bewegung des Armvibratos genau und wie kann ich sie gezielt lernen/jemandem beibringen?
  • Wie kann ich die Abhängigkeit zwischen Vibrato-Geschwindigkeit und Bogengeschwindigkeit überwinden?
  • Wie kann man das Durchvibrieren nicht dem Zufall überlassen?

Auf diese und viele weitere Fragen gibt es nicht nur eine Antwort: Die umfassende Sammlung bietet multiple Ansätze und berücksichtigt dabei sowohl Selbstlernende wie auch Unterrichtende. Viele der Ideen lassen sich auch auf andere Vibratoarten übertragen.

Berücksichtigt werden u.a ...
  1. Sehen - Hören - Bewegen - Fühlen - Atmen
  2. Gesundheitsaspekte und Spitzenleistung
  3. Das bewusste Anwenden und Gestalten
  4. Die Fähigkeit, Tempo und Charakter bewusst zu verändern
  5. Die Aktivität des ganzen Körpers
  6. Das langsame Hinführen zu einer Unabhängigkeit zwischen rechter und linker Hand
  7. Alle beteiligten Körperteile
  8. Die Verknüpfung zu verschiedenen Spieltechniken wie u.a.: Legato, Lagenwechsel, Doppelgriffvibrato, Vorbereitung Akkordvibrato, Durchvibrieren, Fingerdruck
  9. Die ständige Weiterentwicklung auf allen Leistungsstufen

"Vor mehr als 25 Jahren hat mich das Experimentieren gepackt und seither nicht mehr losgelassen, und mit dieser Sammlung möchte ich zumindest einen bescheidenen Beitrag in Form von Übeideen für das Armvibrato vorlegen. Sie sollen verstanden werden als Ergänzungen zu bereits vorliegenden Ausführungen. Sie basieren auf keiner bestimmten Methode, vertreten keine bestimmte Ansicht von Falsch oder Richtig und sind gedacht als Anregungen, die jeder aufgreifen, adaptieren und weiterentwickeln kann. Sie setzen jedoch an einem bestimmten Punkt an (Ivan Galamian), haben ein klares Ziel vor Augen (die Verbesserung der Unabhängigkeit von rechts und links unter Einbeziehung des ganzen Körpers) und müssen mit dem Dilemma zurechtkommen, dass ein kleiner Teil (Armvibrato) aus einem großen Ganzen (Instrumentaltechnik der hohen Streicher) herausgelöst wird, um es brauchbar in den Fokus zu rücken." [Aus dem Vorwort]

Erdmute Maria Hohage