Warm, wärmer, fit!

Es braucht nur Kleinigkeiten, um die Hände und Finger fit zu bekommen. Je nach Bedarf, kann man es hier auch gezielt einsetzen zur Unterstützung der instrumentaltechnischen Fertigkeiten.

Kugeln

Edelstahlkugeln beim Geige lernen benutzen

Bereits mit 2 Kugeln lassen sich die Hände vor jedem Spielen effektiv erwärmen. Dazu legt man 2 oder mehr Kugeln auf die Handfläche. Durch die Fingeraktivität lässt man die Kugeln auf der Handfläche so kreisen, dass sie sich möglichst nicht berühren. Dazu sollte man vorher festlegen, in welche Richtung man die Kugeln drehen möchte. 

Empfehlungen

Am Anfang ist es empfehlenswert, die Hand nah über den Bogen (ggf. Teppich) zu halten, damit die Kugeln, wenn sie runter fallen, nur eine kurze Fallstrecke absolvieren. Im nächsten Schritt kann man dann die Richtung wechseln und versuchen, den Abstand zwischen den Kugeln zu vergrößern. Weiter wird empfohlen, gleich von Anfang an beide Hände und beide Drehrichtungen zu trainieren. Mit ein bisschen Übung gelingt das auch immer besser. Eine schöne Steigerung für Versierte ist, Kugeln in beiden Händen gleichzeitig zu trainieren, auch in entgegengesetzte Richtung.

Größe der Kugeln

Die Größe einer Kugel ist dabei entscheidend. Tendenziell immer mit den kleineren Kugeln arbeiten. Als Richtgröße: für Kinder eignen sich 25 mm Kugeln und für Jugendliche und Erwachsene mit einer normalen Handgröße 30 mm Kugeln im Durchmesser. Wir empfehlen generell, Edelstahlkugeln zu benutzen. Sie sind tendenziell etwas schwerer und bringen einen besseren Druck auf die Handfläche.

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Fingermassageringe

Die Fingermassageringe eignen sich insbesondere für musizierende Menschen, die ihre Finger locker, durchblutet und beweglich brauchen. Schon nach kurzer und richtiger Anwendung fühlen sich die Finger lockerer und wärmer an und der Klang bekommt eine weichere Komponente.

 

 

Ringe gezielt einsetzen

Viele Spieler beschreiben auch, dass ihre Finger nach der Ringanwendung schneller werden und sie so ihr Spieltempo erhöhen können. Deswegen setzen sie den Ring gezielt beim Üben ein. Beispielsweise, kann man die Ringanwendung einige Male im Wechsel mit einer zu übenden Passage o.ä. machen. Schritte können hier sein:

  1. Ring anwenden
  2. wenige Minuten die Passage üben
  3. Ring anwenden und sich dabei klar machen, was im nächsten Schritt verbessert werden soll
  4. Passage üben
  5. Ring anwenden ...
Großer Vorteil: neue Geschwindigkeit

Einer der größten Vorteile der Fingermassageringe ist, dass man mit ihnen durch gezielten Einsatz die Geschwindigkeit der Finger entspannt steigern kann. Skalen und Arpeggien werden dann ganz entspannt schneller. Aber auch Triller und Verzierungen verändern sich: Die Geschwindigkeit der Triller Schläge erhöht sich, der Spieler verkrampft weniger, die Verzierungen werden gleichmäßiger und geschmeidiger. Das kann man erreichen, wenn man die Fingermassage beispielsweise direkt mit Trillerübungen verbindet, also beispielsweise die Trillerübungen und die Anwendung des Rings immer im Wechsel vollzieht.

Bei Ermüdungserscheinungen

Auch bei Ermüdungserscheinungen helfen die Ringe und das unabhängig von Alter und Spielerfahrung. Aber nicht jeder Ring ist wie der nächste. Es gibt große Unterschiede bei ihnen, von weich bis hart. Jeder sollte für sich selber entscheiden, welchen Ring er am besten gebrauchen kann, um die entsprechende Wirkung zu bekommen. 

Wie es richtig geht

Ist der Ring einmal auf dem Finger, sollte er immer in Bewegung sein, damit der Blutfluss gewährleistet ist. Dazu sollte man einfach den Ring über die ganze Länge des Fingers bewegen, langsam oder schnell. Die Geschwindigkeit ergibt sich daraus, was einem selbst angenehm ist.

Alle Fingerglieder bedenken

Jeder kann die Bewegung auch in kleinere Abschnitte teilen und alle Fingerglieder separat massieren. Auch hier: immer in Bewegung sein! Gerne vergisst man dabei das letzte Fingerglied oben beim Fingernagel. Da dies meistens auch das kürzeste ist, sind die Bewegungen hier auch viel kleiner.

Reparieren und aufbewahren

Zur richtigen Anwendung gehört auch, den Ring ordentlich zu verstauen. Bei Schülern findet er gerne Platz im Instrumentenkasten. Konzertierende haben zusätzlich gerne einen in der Hosentasche um ihn bei jeder Gelegenheit benutzen zu können. Die Ringe sind generell so robust, dass ihnen beispielsweise eine Hosentasche nichts ausmacht. Manche Ringe haben einen Verschluss, mit dem man den Innenradius geringfügig verändern kann. Bevor ein Ring als kaputt deklariert wird, lohnt es sich zu überprüfen, ob der Verschluss wiederverschließbar ist. Am besten einfach probieren, ob man die beiden Enden wieder zusammendrehen kann. Ringe lassen sich allerdings schlecht reparieren, wenn sie unter Krafteinwirkung zu weit gedehnt wurden.

Schöner Moment aus der Praxis: Liza sollte das Tempo in einer Skala steigern. Sie bekam einen Ring geschenkt, den sie gleich ausprobierte. Sie: "Die Finger werden so schnell, die kann ich gar nicht mehr kontrollieren!" Eine Woche später kam sie wieder in den Unterricht: „Doch, ich kann sie kontrollieren. Ich musste mich nur erst an die neue Geschwindigkeit gewöhnen!

Liza, 13 Jahre